Activity Based Working stellt seit einiger Zeit die Welt der Bürogestaltung auf den Kopf – doch worum handelt es sich dabei eigentlich genau und was können sich Unternehmen davon versprechen?

 

Was ist Activity Based Working? – Das Konzept

Das Konzept von Activity Based Working, kurz “ABW“ ist so simpel wie effektiv: Für jede Anforderung wird die am besten geeignete Arbeitsumgebung geboten. Doch was heißt das genau? Keinen festen Schreibtisch, keinen eigenen Arbeitsplatz, kein eigenes Büro – nicht mal für den Chef? Was im ersten Moment nach einem Versuch klingt, die Ausgaben für die Büroraumplanung drastisch zu senken, ist momentan der Megatrend bei der Bürogestaltung (https://www.myworkspace.de/buerogestaltung/ ).

Die festen Arbeitsplätze werden durch ein Angebot verschiedener Arbeitsplatzumgebungen ersetzt, die je nach Aufgabe eine optimierte und unterstützende Umwelt bieten. So stehen beispielsweise für konzentrationsintensive Individualaufgaben Ruhezonen bereit. Kommunikationszonen bieten hingegen die Möglichkeit zum angeregten kreativen Austausch und Telefonzellen eine Option für ungestörte Telefonkonferenzen. Das Ganze funktioniert dank WLAN, Smartphone, Laptop & Co, welche die Gebundenheit an einen festen Schreibtisch vollkommen aufgehoben haben. Statt festen Arbeitsplätzen stehen den Mitarbeitern Schließfächer für ihre persönlichen Dinge zur Verfügung. Innerhalb des Büros können sie arbeiten, wo es ihnen beliebt. Geschlossene Türen gibt es, außer an den Konferenzräumen für vertrauliche Gespräche, nicht mehr. ABW folgt der Beantwortung der Fragen: Woran wird gearbeitet? Wieviel Raum und welche Ausstattung wird dafür benötigt?

 

Facetten von Activity Based Working

Trotz – oder gerade wegen der großen Abweichung vom Grundgedanken der alten, festen Arbeitsplätze, ist ABW zurzeit so beliebt. Zahlreiche multinationale Konzerne setzen dieses Konzept beim Gestalten von Büros bereits in die Tat um. Die Optimierung der Arbeitsumwelt anhand der Mitarbeiterbedürfnisse nimmt dabei unterschiedlichen Umfang an. Teilweise werden ganze Erlebniswelten geboten und auch die Erwartungen an die Arbeitszeit an das neue Konzept angepasst. Den Mitarbeitern mancher Unternehmen ist z.B. selbst überlassen, ob und wann sie ins Büro kommen – solange sie ihr Arbeitspensum erledigen. Keine Kontrolle, dafür sehr viel Vertrauen. So wird die klassische Work-Life-Balance zum einheitlichen Work-Life-Flow. Die Übergänge zwischen Arbeit und Privatleben werden fließend. Den Arbeitnehmern wird damit mehr Flexibilität und Selbstbestimmung gewährt als je zuvor. Wie sich ABW konkret realisieren lässt, ist dennoch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Eins scheint jedoch sicher: Was die großen weltweit aufgestellten Konzerne bereits vormachen, wird aufgrund der Digitalisierung der Arbeitswelt bei fast allen Büroraumplanungen der Zukunft eine Rolle spielen.

 

Die Chancen, wenn Sie Ihr Büro nach den Prinzipien des Activity Based Working gestalten

Aktivitätsbezogene Arbeitsplätze gelten als besonders förderlich für die Produktivität und Kreativität. Es ist kein Geheimnis, dass Arbeitnehmer in Arbeitsumgebungen, die von Interaktion und Kommunikation mit den Kollegen geprägt sind, bessere Leistungen erbringen. Der proaktive Austausch von Ideen und Lösungsansätzen schlägt sich merklich in der Performance nieder. Da ABW genau dort ansetzt, kann dieses Konzept den Vorreiter-Unternehmen dabei helfen, sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen zu verschaffen.

Doch durch ABW soll nicht nur die Leistung der Mitarbeiter verbessert werden, sondern auch ihre Zufriedenheit. Selbst zu bestimmen, wo – und teilweise auch wann – gearbeitet wird ist ein Garant für mehr Mitarbeiterzufriedenheit. Diese Zufriedenheit in Kombination mit vermehrter Bewegung durch den ständigen Arbeitsplatzwechsel, wirkt sich zudem signifikant positiv auf die Gesundheit aus. Unternehmen, die dieses neue Konzept bei der Bürogestaltung umsetzen, erlangen also nicht nur technische, sondern auch personalpolitische Wettbewerbsvorteile. ABW in Kombination mit einer fördernden und flexiblen Unternehmenskultur macht sie als Arbeitgeber, besonders für die jungen Talente, attraktiv.

 

Herausforderungen von Activity Based Working

Dennoch stellt das Konzept die Unternehmen auch vor Herausforderungen. Einige zentrale Fragen müssen direkt zu Beginn geklärt werden. Ist die Umsetzung von ABW im Unternehmen vorteilhaft? Während ABW bei projektbezogenen und kreativen Tätigkeiten viel Sinn ergibt, kann bei einer statisch-funktionalen Arbeitskultur ein klassisches Büroraum-Konzept vorteilhafter sein. Wie passt man die Arbeitswelten so an, dass sie auf die unterschiedlichen Charaktere der Mitarbeiter optimiert sind? Während extrovertierte Mitarbeiter in den gemeinschaftlich genutzten Räumen aufblühen, suchen introvertierte Mitarbeiter lieber ruhige Zonen auf. Welche neuen Anforderungen stellt das Konzept an Belichtung, Belüftung und Akustik? Gerade in Großraumbüros sorgen unzureichende Belichtung und eine schlechte Akustik häufig für Unzufriedenheit. Das gilt es bei der Planung zu berücksichtigen und auf diese Aspekte besonderen Wert zu legen. Auch für die Einrichtung und optische Gestaltung des Büros ergeben sich neue Anforderungen, die bedacht werden müssen. Vorbei sind die Tage der klassischen Schreibtisch-Cluster. Sie müssen einem funktionalen, ergonomischen und flexibleren Konzept weichen. Dabei gilt: Je attraktiver, desto besser.

Die Art und Weise, wie die Bürogestaltung letztendlich umgesetzt wird, hängt ganz einfach von den Prioritäten und der generellen Ausrichtung des jeweiligen Unternehmens ab. Sicher ist jedoch eines: die Optimierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt wird in Zukunft Standard werden müssen.

 

Zur Frage wie und in welchem Umfang sich Activity Based Working in Ihrem Unternehmen am besten umsetzen lässt, stehen Ihnen unsere Arbeitsplatzexperten jederzeit zur Verfügung – nehmen Sie noch heute Kontakt auf.